Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung für die Selbstständigkeit! Doch zwischen all der aufregenden und spannenden Zeit gibt es ein paar notwendige Dinge, die den Erfolg deines Entrepreneur-Daseins maßgeblich beeinflussen. Diese sechs Tipps sind Wegweiser für dich, um Fehler zu vermeiden und sollen dir etwas mehr Aussicht auf Erfolg zu schenken.

Fehler 1: Keine oder unzureichende Vorbereitung vor dem Launch

Die beste Vorbereitung auf dein bevorstehendes oder laufendes Business ist der Businessplan. Mit diesem Tool wirst du deine Zielgruppe kennen, dein Produktportfolio aufsetzen und deine Marke aufbauen, einen Finanzplan in der Hinterhand haben, rechtlich auf der sicheren Seite sein und auf viele Eventualitäten vorbereitet sein.

Eine fehlende oder lückenhafte Strategie wird sich irgendwann rächen. In Überstunden, offenen Fragen oder einem gescheiterten Versuch der Selbstständigkeit. Doch auch wenn dein Business bereits läuft, ist es nicht zu spät, sich dieser Thematik anzunehmen. Denn das wird dein Unternehmen auf das nächste Level heben und Unstimmigkeiten ausmerzen.

Fehler 2: Du setzt keine Prioritäten, sondern machst alles gleichzeitig

Ganz wichtig dabei ist, sich nicht der Überforderung hinzugeben. Denn die kann in der Gründungszeit schnell aufkommen. CEO-Tipp: Konzentriere dich nicht auf den großen Berg an neuen Aufgaben (Buchhaltung, Vertrieb, Marketing, etc.), sondern auf eine Rolle am Tag: Den einen Tag bist du Buchhalterin, am nächsten Tag Marketing Manager, danach Vertriebler und so weiter. So setzt du dich mindestens einen Tag lang mal mit jedem Thema auseinander und kannst Stück für Stück etwas bewegen. Stresse dich dabei bloß nicht mit Details, dafür hast du keine Zeit. Fürs Erste reicht es, wenn du dir einen Überblick verschaffst.

Lass nicht zu, dass all die neuen Aufgaben und Rollen in der Selbstständigkeit dich paralysieren und es unmöglich machen, Entscheidungen zu fällen. Du hast es in der Hand, also sorge dafür, dass auch wenn es mal nicht gut geht, du dich zumindest nach vorne bewegst.

Fehler 3: Du hast deine Finanzen nicht im Griff

CEO-Tipp: Übergebe deine Buchhaltung an einen Experten. Steuerberater müssen nicht umsonst drei Jahre lang die Schulbank drücken, um ihren Job ausführen zu können. Es ist gut, wenn du dich insoweit mit dem Thema auseinandersetzt, dass du weißt und verstehst, was da vor sich geht mit deinem Geld. Aber hier ist es besser, Geld in einen guten Steuerberater zu investieren.

Ich lege in gut ausgebuchten Zeiten immer mindestens 50% vom Nettopreis und die 19% Umsatzsteuer beiseite. In nicht gut ausgelasteten Zeiten sind mindestens 30% drin. So sorge ich vor, damit die Steuernachzahlungen mich nicht vom Hocker reißen. Daneben läuft ein Dauersparauftrag für meine fixen Ausgaben wie Adobe, Website, Microsoft Office, etc. Finde ein Sparsystem, was auf deine Bedürfnisse und Ausgaben gut reagiert, ohne dass du unvorbereitet in Verhandlungen mit dem Finanzamt gehen musst.

Außerdem wichtig: Kenne deine Ausgaben und investiere deine Einnahmen weise. Frage dich, ob das neue Businessoutfit wirklich wichtiger ist als die Netzwerkveranstaltung oder ob du nicht lieber doch in die Weiterbildung investierst. Eine Fortbildung muss nicht immer teuer sein – dieser Artikel verrät dir mehr über fünf Möglichkeiten, wie du dich kostenlos weiterbilden kannst.

Fehler 4: Du vernetzt dich nicht

Ein gutes Netzwerk rettet dich aus jedem Business-Tief! Leider geht es nicht darum, was du alles weißt, sondern wen du in der Branche kennst. Deine Businesscrew sorgt für frischen Wind, wenn du mal in deiner Strategie feststeckst, Unterstützung bei Projekten benötigst oder auf Jobsuche bist. Versuche ebenfalls nicht, alles selber und im Alleingang zu erledigen. Sobald du die Möglichkeit hast, investiere in eine gute rechte Hand. An sie kannst du Aufgaben abgeben, um persönlich und beruflich zu wachsen.

Fehler 5: Zu wenig Zeit für dich

Dein Business braucht Zeiten ohne dich – und du brauchst Zeiten ohne dein Business. Es wird dich sogar produktiver machen. Lerne, welche Aktivitäten dir abseits deiner Selbstständigkeit guttun, denn ganz oft ist das nicht “Netflix and Chill”. Außerhalb des Unternehmens findest du Ruhe, Kreativität und den nötigen Abstand, um die Dinge wieder klar zu sehen.

Verstehe zu welchen Zeiten du tagsüber am Produktivsten bist und scheue dich nicht davor erst gegen 11 Uhr anzufangen, wenn du ein Langschläfer bist. Oder um 15:00 Feierabend machst, sobald du dich nicht mehr konzentrieren kannst. Dafür bist du dein eigener Boss – um deine Kräfte bestmöglich einzusetzen und dir die Freiheit zu nehmen, sie dir effizient einzuteilen.

Fehler 6: Du bist paralysiert von der Angst vorm Scheitern

Angst zu haben ist okay. Doch aufgrund dieser Angst nicht selbstständig zu werden oder den nächsten Schritt auszulassen und stehen zu bleiben, ist nicht die Lösung. Denn damit unterdrückst du deine wahre Bestimmung, deine eigenen Bedürfnisse. Und diese Bedürfnisse werden irgendwann ausbrechen und dann dein ganzes Leben in Frage stellen. Deswegen gehe sie jetzt an und lerne, wie du die Angst-Stimme in deinem Kopf leiser drehst.

Welche Tipps habt für angehende Gründerinnen?

Schreibt sie doch gerne in die Kommentare!

3 KOMMENTARE

    • Liebe Simone,

      da hast du aber eine schöne Tipp-Sammlung zusammengestellt! Danke fürs Teilen 🙂
      Vielen lieben Dank auch für das schöne Kompliment!

      Hab einen grandiosen Tag!

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